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Mehr Chancen für Mädchen durch "Mentoring"

Das Referat für Frauen- und Gleichbehandlung erweitert die Maßnahmen in der Frauenförderung: Ab September startet im Mädchenzentrum Klagenfurt ein Mentoring speziell für Mädchen, das Ziel: Mehr Chancen im Beruf.

Derzeit wählen junge Frauen ihren Job primär unter schlechter bezahlten, sogenannten "Frauenberufen" aus. Über 50 Prozent der Mädchen und jungen Frauen, die eine Lehre absolvieren, tun dies in einem der drei Lehrberufe Einzelhandelskauffrau, Friseurin und Bürokauffrau. Und das bei über 270 möglichen Lehrberufen in Österreich.
Diese "typisch weiblichen" Lehrberufe sind fast immer schlechter bezahlt, als die "typisch männlichen" Lehrberufe. So verdient ein KFZ-Techniker, bzw. eine KFZ-Technikerin (Mädchenanteil 1,9 Prozent) mindestens 1.022 Euro im letzten Lehrjahr, eine Friseurin bzw. ein Friseur (Mädchenanteil 94 Prozent) hingegen nur 550 Euro.

"Frauenuntypische" Berufe
Mentoring hilft beim beruflichen Ein-und Aufstieg, so Frauenreferentin Nicole Cernic.
Ziel des Projektes ist es, langfristig das Einkommen von Frauen durch eine Erweiterung des Berufswahlspektrums hin zu besser bezahlten Jobs zu erhöhen. Neu ist dabei die Begleitung der Jugendlichen (Mentee) durch je eine beruflich erfolgreiche Frau (Mentorin).

Als Mentorinnen stehen Frauen vor allem aus frauenuntypischen Berufsfeldern zur Verfügung: Diese kommen aus den unterschiedlichsten Branchen, u. a. Elektrotechnik, Kommunikationswissenschaft, Hotel- und Gastgewerbe, Chemieingenieurwesen, Social-Profit, Politik oder Informationstechnologie. Beratung für Mädchen von zwölf bis 25 Mädchen und junge Frauen im Alter von zwölf bis 25 Jahren, die zum Großteil noch vor einem Berufseinstieg und damit am Beginn ihrer Karriere stehen, sind die Zielgruppe des Projektes.

Gemeinsam mit dem Mädchenzentrum Klagenfurt (MÄZ) werden die Mädchen bei ihrer Berufs- und Lebensplanung begleitet. Grafschafter: "Grundstein für die Zukunft"
Das Referat für Frauen und Gleichbehandlung setzt bei der Frauenförderung vor allem auf das Gebiet der Berufsorientierung. Frauenbeauftragte Helga Grafschafter: "In jungen Jahren wird der Grundstein für die berufliche Zukunft und damit die Lebensplanung generell gelegt. Hier wollen wir ansetzen".

Warum Mentoring für Mädchen?
- Der Mädchenanteil an den Höheren Technischen Lehranstalten liegt im Durchschnitt bei 10,0 Prozent und lediglich 19 Prozent der Studierenden an technischen Hochschulen sind Frauen.

- Auch die Konkurrenz in den "typischen Frauenberufen" ist sehr groß: Im Juli 2008 waren, von den beim Arbeitsmarktservice gemeldeten Personen und Stellen, in Kärnten 101 Mädchen und ein Junge auf der Suche nach einer Lehrstelle als Frieseur/Schönheitspflerger, demgegenüber standen 36 freie Stellen. START-Workshop für zukünftige Mentees

Am 26. September 2008 startet von 14.00 bis 18.00 Uhr im Mädchenzentrum Klagenfurt (Karfreitstraße 8, 9020 Klagenfurt), ein neuer Workshop.

Anmeldung unter: 0463-50 88 21

oder via Email: proprentner@maedchenzentrum.at

 

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